ALL ABOUT: FESTIVALS (LOLLAPALOOZA 2017) und INFLUENCER

Wie einige von euch vielleicht auf Instagram verfolgen konnten, war ich letzten Samstag auf dem Lollapalooza-Festival in Berlin. Die Acts waren grandios. George Ezra und die Beatsteaks sind live super. Auf Marteria ist sowieso immer Verlass und Mumford and Sons waren mein absolutes Highlight (#lifegoals)! Die Organisation hingegen war leider sehr ausbaufähig. Wir hatten noch relativ viel Glück als wir Samstagabend nur zwei Stunden für den Heimweg brauchten, der normalerweise 45 Minuten dauert. Ich habe von anderen Besuchern gehört, dass sie bis zu vier Stunden warten mussten. Dafür war das Gelände umso liebevoller gestaltet. Die Location „Rennbahn Hoppegarten“ ist einfach riesengroß und es gab unzählige Attraktionen und fabelhafte Installationen. Alles in allem hatten wir einen wunderbaren Tag. Festivals sind einfach immer etwas Besonderes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn ich an Festivals denke, verbinde ich damit das Gefühl von Glück und Freiheit. Ich denke an Matsch, Camping, laute Musik und Bier. An verrückte Menschen die wild tanzen und glücklich sind egal ob es regnet oder die Sonne bei 40 Grad scheint. Und genau das ist es doch was Festivals ausmacht. Dieses Gefühl von Freiheit, Glück und Unbestimmtheit. Ich weiß, dass hinter solchen großen Festivals viel Kommerz steht und auch auf dem Festivalgelände wird das deutlich. An jeder Ecke findet man platzierte Werbung und Marketingstrategien von großen Firmen. Was mich allerdings stört, ist das jetzt auch noch mein ganzer Instagram-Feed aus Festival-Inhalten besteht, welche von Blogger_innen erstellt werden, die kaum Bezug zu den Festivals erzeugen und teilweise nicht einmal die Künstler_innen, die dort auftreten, kennen. Versteht mich nicht falsch: natürlich finde ich es toll, dass Influencer mittlerweile eine solch große Reichweite haben und auf große Festivals oder Konzerte eingeladen werden um davon zu berichten. Allerdings muss es auch zu dem jeweiligen Influencer passen. Ich finde es komisch, dass für solche Kooperationen teilweise Blogger_innen ausgewählt werden, die auf das Festival gehen, ein hübsches Outfit-Foto mit High Heels und Chanel-Handtasche vor dem Riesenrad machen (um ansatzweise das Coachella-Feeling zu kreieren) und dann von weiten in der VIP Lounge der Musik lauschen. Leider hat das nicht mehr viel mit Festivals zu tun und wirkt auf mich super unauthentisch. Und dabei ist Authentizität doch das, was bei allen Influencern an erster Stelle steht.

Es gibt natürlich auch viele Ausnahmen. Zum Beispiel haben Marie von „Glitter Everywhere“ oder Eileen von „Ein Zimmer voller Bilder“ dieses Jahr unterschiedlichste Festivals in ganz Deutschland besucht und dazu tollen Content erstellt. Wie gesagt: ich finde es super, dass Blogger_innen die Möglichkeit besitzen von verschiedenen Firmen auf Festivals eingeladen zu werden um dort einen authentischen Inhalt zu produzieren. Allerdings würde ich mir von einigen Firmen wünschen auch ein Auge auf das Themenspektrum, welches der Influencer abdeckt, zu achten und nicht nur auf die Anzahl der Follower. Damit dieses einzigartige Image von Festivals bestehen bleibt, wo ein #ootd aus Gummistiefeln, Glitzer und Bandshirts besteht.

Dennoch bleibt natürlich ein positives Fazit, da Konzerte mir immer wieder besondere Glücksgefühle bescheren.  Musik ist ein Medium, welches alle Emotionen des Menschen erreichen kann und guter Musik gelingt genau das: meine Emotionen zu berühren. Die Erfahrung mit tausenden Menschen vor einer Bühne zu der Musik deiner Lieblingsband zu tanzen ist einfach etwas ganz besonderes. Obwohl ich kleine und familiäre Konzerte ohne rücksichtsloses Gedränge deutlich lieber mag, werde ich auch im nächsten Jahr wieder größere Festivals oder Konzerte besuchen.

Welche Festivals habt ihr dieses Jahr besucht und wie war euer Eindruck?

 

Fotos: @mrcutzer

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