ALL ABOUT: Zukunftsplanung und Zukunftsangst

Ich erinnere mich noch so gut an die Zeit kurz vor und nach dem Abitur. Trotz des vielen Lernens, gehört die Zeit zu einem meiner Lieblingsabschnitte meines Lebens. Obwohl es bald ernst wurde und ich mir Gedanken über meine Zukunft machen sollte, fühlte sich alles so unbeschwert an. Es lag zwar ein Hauch von Melancholie in der Luft, weil dieser Lebensabschnitt endete, aber dessen war ich mir zu dem Zeitpunkt nicht ganz bewusst. Ich meine, es war Sommer.. meine Freunde und ich hatten unser Abitur bestanden und so viel Freizeit wie noch nie.

Die Tage vergingen schneller und einige meiner Freunde begannen sich an Universität einzuschreiben oder sich für Ausbildungsplätze zu bewerben. Aber so weit war ich noch nicht. Ich war noch nicht bereit zu studieren, weil ich einfach nicht wusste, was ich später machen möchte..

Jeansjacke – Asos, Kleid – Kiss the Sky (similar, similar),

Sonnenhut – Mango (similar), Sonnenbrille – H&M

Aus dem Grund stand für mich fest, dass ich noch weitere Zeit brauchte. Ich entschied mich dazu, ein freiwilliges soziales Jahr in einem Waldorfkindergarten zu absolvieren. Bis heute bereue ich nichts an meiner damaligen Entscheidung, mir noch etwas Zeit zu nehmen, weil ich in diesem Jahr so viele tolle Erfahrungen gemacht habe und sehr viel neues gelernt habe. Außerdem war mein FSJ der ausschlaggebende Punkt, weshalb ich Sozialpädagogik studiert habe. Mir machte die Arbeit mit Kindern so viel Spaß und da ich unbedingt studieren wollte, erschein es mir logisch Sozialpädagogik zu studieren.

Jetzt, vier Jahre später, sitze ich an meinem Schreibtisch und verfasse diesen Blogpost. Ich bin gerade dabei meine Bachelorarbeit zu schreiben, was bedeutet, dass mein Studium bald endet. Ich bin glücklich und traurig zu gleich. Zum Einen bin ich sehr froh, dass ich bald arbeiten kann und keine arme Studentin mehr bin, die in der Prüfungszeit gestresst Wochen in der Bibliothek verbringt. Auf der anderen Seite bin ich traurig, weil auch dieser Lebensabschnitt bald endet und ich Angst habe vor der Zukunft… vor meiner Zukunft, weil ich mir nicht sicher bin ob es die Zukunft ist, die ich mir vorgestellt habe.

Es gibt Tage, da fühle ich mich nicht bereit für den nächsten Schritt und denke, dass ich eine viel bessere Modejournalistin, Architektin oder Archäologin (das waren alles mal Berufswünsche von mir) abgeben würde. Ich fühle mich nicht gut vorbereitet auf den nächsten Schritt, was aber zu einem Studium dazu gehört.  Und dann gibt es Tage an denen ich stolz und froh bin, dass ich Sozialpädagogik studiert habe, weil ich mich sicher und richtig fühle indem was ich mache.

Worauf ich eigentlich hinaus möchte: nehmt euch die Zeit die ihr braucht um das Richtige zu finden und „DAS RICHTIGE“ muss nicht nur eine Tätigkeit sein. Bei manchen dauert es eben länger als bei anderen und auch Zweifel gehören zum Leben dazu. Wer weiß, vielleicht arbeite ich in zehn Jahren in einer Pommesbude oder bin Vorsitzende einer Partei und damit super happy.

Niemand ist gezwungen sein Leben lang nur einen Beruf auszuüben oder unglücklich zu sein um anderen zu gefallen. Wir leben doch in einem Land, das uns eine freie Entfaltung ermöglicht und diese Chance sollten wir nutzen. Es ist unser Leben und auch das einzige, was wir bekommen haben.. wieso gestalten wir es dann nicht so wie es uns am besten gefällt?

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4 Replies to “ALL ABOUT: Zukunftsplanung und Zukunftsangst”

  1. Schöne Bilder!

    1. Dankeschön 🙂

  2. Sehr bewegender Text mit wunderschönen Bildern dazwischen 🙂
    Was möchtest du denn dann mit Sozialpädagogik machen? 🙂

    1. Liebe Merle,
      das freut mich zu hören, danke!
      Ich möchte am liebsten in einer Kinder – und Jugendwohngruppe arbeiten 🙂

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